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Jetzt online: unsere Fragen & Antworten zu den Entscheidungen im Pfarreientwicklungsprozess.

 

 



 
 
 


 

Liebe Leserin, lieber Leser,
liebe Schwestern und Brüder auf der Ruhrhalbinsel!

Seit mehr als vier Jahren befassen sich viele Menschen in unserer Pfarrei sehr intensiv mit der Frage, wie wir uns auf der Ruhrhalbinsel angesichts der gewaltigen Herausforderungen, vor denen unsere Kirche steht, zukunftsfähig aufstellen können. Am vergangenen Samstag haben die Leitungsgremien der Pfarrei St. Josef Ruhrhalbinsel, der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat, ein tragfähiges Gesamtkonzept verabschiedet, das unserer Kirchengemeinde auch in Zukunft ein ansprechendes Profil verleihen soll.

Das Konzept wurde von der eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe AG Zukunftsbild ausgearbeitet. Dort haben Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kirchenvorstand und dem Pfarrgemeinderat aus allen vier Gemeinden seit fast einem Jahr zusammengearbeitet. Sie haben sich dabei intensiv mit den Bedürfnissen der verschiedenen gesellschaftlichen Milieus auf der Ruhrhalbinsel auseinandergesetzt. Ein Motiv, das allen Milieus gemeinsam ist, ist das Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien. Daher werden wir hier in Zukunft einen besonderen Schwerpunkt setzen. Überdies werden wir Menschen, die in Not geraten sind, stärker in den Blick nehmen.

Bei der Frage, welche Immobilien die Kirchengemeinde künftig brauche, hat sich die AG Zukunftsbild nicht allein von wirtschaftlichen Aspekten leiten lassen. Das von den Pfarreigremien verabschiedete Konzept sieht vor, dass wir in allen Stadtteilen präsent bleiben, hinreichend Raum für Gottesdienst und gut erreichbare Versammlungsorte bereithalten.

Dennoch: ganz ohne Verluste wird es nicht gehen. Das neue Konzept sieht auch die Aufgabe und Umnutzung von Gebäuden vor. Dass dies vor allem bei einem Kirchengebäude mit ganz viel Schmerz einhergeht, haben wir bereits bei der Aufgabe der Kirche St. Josef in Kupferdreh erlebt. Deshalb sind die folgenden Entscheidungen niemandem leichtgefallen:

Die Kirchen Herz Jesu (Burgaltendorf), St. Georg (Heisingen) und St. Suitbert (Überruhr-Holthausen) sollen langfristig erhalten bleiben und durch eine multifunktionale Nutzung gestärkt werden. Das bedeutet: sie sollen ggfs. auch für Konzerte, Vorträge und andere kulturelle Veranstaltungen zu Verfügung stehen. Die Kirche St. Barbara (Byfang) soll so lange erhalten bleiben, wie es wirtschaftlich und personell darstellbar ist. Die Kirchen St. Mariä Geburt (Dilldorf) und St. Mariä Heimsuchung (Überruhr-Hinsel) sollen als Gottesdienstorte aufgegeben und für eine andere (soziale) Nutzung zu Verfügung gestellt werden.

Die Gemeindeheime Herz Jesu (Burgaltendorf), St. Georg (Heisingen) und St. Suitbert (Überruhr-Holthausen) sollen eine Neuausrichtung erfahren und künftig auch anderen Zwecken dienen (barrierefreies Wohnen, Mehrgenerationenhaus etc.). Die Gemeindeheime St. Barbara (Byfang) und St. Mariä Geburt (Dilldorf) sollen so lange wie möglich durch Fördervereine erhalten bleiben. Das Gemeindeheim St. Mariä Heimsuchung (Überruhr-Hinsel) soll zusammen mit der Kirche einer neuen (sozialen) Nutzung zugeführt werden. Das gerade erst frisch mo-dernisierte Gemeindeheim St. Josef (Kupferdreh) soll langfristig erhalten bleiben. An möglichst allen Standorten soll es auch weiterhin Versammlungsmöglichkeiten (insbesondere für Kinder und Jugend-liche) geben.

Als weitere Maßnahmen wurde beschlossen:

  • Eine enge Kooperation mit den künftigen Nutzern der umgewidmeten Immobilien.
  • Ein Ausbau der bereits bestehenden Koope-rationen mit den evangelischen Kirchengemeinden auf der Ruhrhalbinsel.
  • Eine stärkere Profilierung des haupt- und ehrenamtlichen Engagements, um beide Gruppen vor Überlastung zu schützen und zielgerichteter handeln zu können.
  • Die Einführung eines ehrenamtlichen Beerdigungsdienstes und ehrenamtlich geleiteter Gottesdienste (insbesondere in den Senio-reneinrichtungen der Pfarrei).
  • Der Erhalt des Pfarrbüros in Überruhr-Holthausen wie auch des Karmeliter-Klosters in Dilldorf.

Die Planung zur Umsetzung der verschiedenen beschlossenen Maßnahmen soll bereits im Herbst beginnen. Dafür sollen lokale Projektgruppen eingerichtet werden, um auch diejenigen einzubinden, die das kirchliche Leben vor Ort gestalten.

Auf unserer Internetseite werden wir fortlaufend über die weiteren Planungen berichten und in den nächsten Tagen auch weitere Informationen über die konkret getroffenen Entscheidungen zur Verfügung stellen.

 
Gereon Alter                    Karl Grobbel                        Heinz Willing
Pfarrer                             Stellv. KV-Vorsitzender        PGR-Vorsitzender

 

 



 
 
 


 

Im neuen JUPP ist ein Beitrag zur Arbeit der AG Zukunftsbild erschienen. Außerdem ein kurzer Rückblick auf die Aktion FamilienTreffenKirche, die am 26.01.2020 stattgefunden hat. Organisiert wurde die Familiensegnung mit anschließender Begegnung von der AG Einladende Kirche, die auch die Willkommensbroschüre "Wer? Wo? Was?" zu verantworten hat. Die Broschüre ist aktuell in der "Korrekturrunde", parallel dazu werden die Zustimmungen zur Datenveröffentlichung eingeholt.

 

Mit der gemeinsamen Klausurtagung von Pastoralteam, Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand im Juni 2019 hat der Pfarreientwicklungsprozess wieder Fahrt aufgenommen – auch die Sommerferien haben ihn nicht ausgebremst. Neben der Steuerungsgruppe, die sich aus Mitgliedern des Kirchenvorstands, des Pfarrgemeinderats und des Pastoralteams zusammensetzt und durch den Verwaltungsleiter, die Projektassistentin und Kräfte aus dem Generalvikariat unterstützt wird, arbeiten weitere Gruppen kontinuierlich an der Umsetzung unseres Votums:

Im Oktober gab es mehrere Medienberichte zur Nutzung von St. Mariä Heimsuchung bzw. den im Stadtteil Überruhr kursierenden Schließungs-/Abrissgerüchten. Die Quellenangaben bzw. Links finden sich unter Berichte/PEP ind den Medien.

Bei ihrem Treffen am 03.07.2019 hat die Steuerungsgruppe das Profil der Projektgruppe Standortkonzeption ausgearbeitet. Die Gruppe wird voraussichtlich nach den Sommerfereien ihre Arbeit aufnehmen.

In einer gemeinsamen Sitzung am 06.06.2019 haben die Mitbestimmungsgremien, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat, unserer Pfarrei zusammen mit dem Pastoralteam über die Umsetzungsphase beraten. Dabei wurde der Umsetzungsplan (UmPlan), in dem alle Entscheidungen des Votums in Tabllenform abgebildet sind, beschlossen. Die Steuerungsgruppe hat zudem Auftrag erhalten, gemäß der Umsetzungsplanung weitere Projektgruppen zu initiieren.

Der Gemeinderat St. Suitbert hat ein Standortkonzept verabschiedet.

Mit der Umsetzungsphase verändert auch unsere PEP-Internetseite ihr Gesicht. Seit April 2019 gibt es unsere Neuigkeiten im Blogformat. Die PEP-Historie unserer Pfarrei  kann weiterhin unter PEP-Chronologie eingesehen werden.